2. Salon: Danke-Sagen macht glücklich und schafft Freunde! (Exkursion)

Ziel des Salons:

    • Stärkung des Teamgeists durch ein gemeinsames Ziel und durch die gemeinsame Erkundung eines fremden Ortes.
    • Emotionale Erfahrung: Wie fühlt es sich an, sich bei jemandem zu bedanken, den man nicht kennt?
    • Transkulturelle Erfahrung: Wie klingt „Danke-Sagen“ in anderen Sprachen, z. B. in der Heimatsprache meiner Eltern?
    • Horizonterweiterung: Wo kommen die Mal-und Bastelmaterialien her, die wir in unseren Salons benutzen? Was brauchen Künstler für ihre Arbeit?

Danke-Schön-Collage

Ablauf:

Die Kinder sind aufgeregt und sammeln sich um die Danke-Schön-Collage. Jeder sucht seinen Beitrag. Die beiden Mädchen, die gefehlt haben, tragen ihre Namen ein. Während wir noch auf zwei Kinder warten, wiederholen wir das Spiel „Wir sind ein starkes Team!“. Alle können sich an ihre Namen und die der anderen erinnern! Vor dem Einsteigen in die Taxis, ziehen sich die Kinder einen Zettel, der entweder eine „Marzipankleber“-Dosen zeigt oder einen Stift. Demensprechend gibt es das „Stifte-Taxi“ und das „Kleber-Taxi“.

In dem Stifte-Taxi zeigen sich die Kinder gegenseitig, wo sie wohnen und wiederholen „Danke Schön“ in verschiedenen Sprachen. Als wir das „r“ von „Schukran“ nicht ausreichend rollen, werden wir von einem Mädchen freudig korrigiert. Im „Kleber-Taxi“ reden die Kinder euphorisch durcheinander. Wir machen ein Spiel, das die Aufmerksamkeit füreinander schärft. Die Kinder zählen nacheinander von 1 bis 7. Die Herausforderung dabei ist, dass es keine festgelegte Reihenfolge gibt. Wenn ein Kind also die nächste anstehende Zahl nennen möchte, muss es darauf achten, dass es nicht gleichzeitig mit jemandem spricht. Die Kinder sind konzentriert und bester Stimmung. Sie erkennen, dass sie dem Gegenüber durch ihre Gestik und durch Blickkontakt Signale senden können.

Am Ziel angekommen machen wir ein Gruppenfoto. Als der Absender des Pakets die Kinder begrüßt und sich die Collage anschaut, gesellen sich alle zu ihm und erklären ihm die Bilder, nennen ihre Namen und wiederholen „Danke Schön!“ in verschiedenen Sprachen: Schukran,Teşekkür, Thank you, Merci, Grazie und Xiexie. Zur „Schule von Athen“ und zum „Salon der Madame Geoffrin“ sagt ein Mädchen mit dem Finger darauf zeigend: „Das ist schon ganz lange her, das nicht ganz so lange und heute sind wir die Philosophen.“

Murmelbahn

Nachdem wir die Kugelbahn und das im Geschäft hängende Relief von Berlin angeschaut und unsere Schule darauf gefunden haben, begibt sich die „Kleber-Gruppe“ auf die Suche nach den entsprechenden Dosen, die „Stifte-Gruppe“, sucht Stifte, die sie aus unserem Salon kennt. Auf den Wegen durch das Geschäft bilden sich Kleingruppen, die staunend und  betastend bei Pinseln, verschiedenen Papiersorten und Styroporformen stehen bleiben. Einige haben konkrete Ideen, was sie gerne damit basteln würden. Insbesondere die Wand mit den verschiedenfarbenen Kreiden begeistert sie. Unser Junge fragt vor dem Farbenregal den Fotografen nach dessen Lieblingsfarben. Zurückgefragt zeigt er auf ein dunkles Blau, Braun und Schwarz. „Meine Mutter gibt mir immer Farben zu essen“, erzählt er. Auf die verwunderte Reaktion des Fotografen fügt er hinzu: „Die sind aber nicht giftig!“ Ihm scheint die Aussage nicht weiter erklärungsbedürftig.

Resümee:

Obwohl unser Ausflug nur kurz war, führte er dazu, dass sich Kinder miteinander unterhalten, die sonst weniger im Austausch stehen. Unsere Mädchen mit türkischem und arabischem Familienhintergrund spüren zunehmend, dass die Sprache ihrer Eltern, die sie nur sehr gegrenzt kennen, ein Gewinn für das Gespräch der Gruppe ist.

Was alle Kinder unseres Salons teilen, ist die Begeisterung für Farben und anderen Materialien des bildnerischen Ausdrucks.

Advertisements

1. Salon: Wir sind ein starkes Team!

 Ziel des Salons:

  • Kennenlernen der (neuen) Namen, verbunden mit einer kleinen ersten Selbstdarstellung der Kinder über alliterarisch dem Namen zugeordnete Eigenschaften
  • Stärkung des Teamgeists über das Geschenk, bzw. die Materialspende eines Geschäfts für Künstlerbedarf
  • Wir entwickeln mit den Kindern eine Form des Danke-Schön-Sagens, indem wir eine Collage basteln.

Ablauf:

Unser Berliner Team haben wir um Viktor Krowas verstärkt. Auch zwei Kinder sind erst seit drei bzw. vier Wochen dabei. Um den Teamgeist der Gruppe zu stärken, starten mit dem Kreisspiel „Wir sind ein starkes Team!“. Jedes Kind ordnet seinem Namen ein Eigenschaftswort zu und begrüßt ein anderes Kind durch Ballwurf mit dessen erweiterten Namen. Wem keine Eigenschaft einfällt, wird von der Gruppe mit Vorschlägen unterstützt. Im Kreis sitzen nun: die himmlische Heima, die lustige Luna, die lachende Lulu, die intelligente Irmak, Tintenfisch-Tarik, die zarte Zoe und die durstige Dragana. Zwei Kinder fehlen.

'Danke Schön'-Collage

Die Materialspende, die wir von einem Geschäft für Künstlerbedarf bekommen haben, machen wir zum Thema. Wir: „Jemand ist begeistert von unseren Gedankenreisen und von den vielen Bildern, die ihr gemalt habt und hat dem Phil, Sophie und Co-Team ein Paket geschickt!“ Staunen, Neugierde, Freude! Wir sammeln Ideen, was im Paket sein könnte, dann schauen wir nach: ein „Marzipankleber“ für jedes Kind, Stifte und große Aquarellblöcke.

Unser Vorschlag, eine Danke-Schön-Collage zu basteln, wird begeistert aufgenommen.  Dann wird debattiert, was jedes Kind beisteuern möchte. Die Figuren Phil & Sophie werden ausgemalt und dazu geklebt. Auch Raffaels „Schule von Athen“ und „Der Salon der Madame Geoffrin“, die die Kinder bereits aus den vorangegangenen Salons vertraut sind, werden aufgeklebt.

Resümee:

Das Spiel „Wir sind ein starkes Team!“ hat den selbstreflexiven Blick der Kinder und ihre Aufmerksamkeit für die Besonderheit der anderen geschärft. Wir werden hier in den folgenden Salons anknüpfen, indem wir die Vorstellungsrunde um die verschiedenen Sprachen, die in den Familien der Kinder gesprochen werden (Thema: Transkulturalität), erweitern.