Mit der Zeitmaschine zu den ersten Philosophen.

Raffaello Sanzio, Die Schule von Athen

Bis auf ein Kind haben alle an ihre Phil, Sophie & Co-Bücher gedacht. Sie zeigen sich gegenseitig, was sie gemalt und geschrieben haben. Wir regen an, einem Kind, das beim letzten Mal gefehlt hat, zu erzählen, was wir im ersten Salon gemacht haben und verweisen auf die Fragenlandkarte, die wir wieder aufgehängt haben. Einige Kinder wiederholen ihre Fragen. Sofort beginnen sie, neue Fragen zu stellen. Wir fassen zusammen, dass genau dieses unendliche Fragenstellen ‚Philosophieren‘ bedeutet. Aber seit wann gibt es Philosophen? Wir starten die Bildpräsentation mit Raffaels Schule von Athen  (1510/11) und erzählen, dass dieses Bild wahrscheinlich die ersten Philosophen zeigt. Auf einem Zeitstrahl, der unterhalb der Fragenlandkarte befestigt ist, zeigen wir, wann diese Philosophen gelebt haben (vor ca. 2000 Jahren), wann Raffael sie gemalt hat (vor ca. 500 Jahren) und fragen, wer denn weiß, wie die Zeit heißt, in der wir leben? Ein Kind antwortet: „2011“. Wir zeigen die Zahl auf dem Zeitstrahl. Nun beginnen wir die Bildbetrachtung. Die Kinder erzählen der Reihe nach, was sie sehen: „Viele Männer, zwei Frauen, zwei Kinder, ein schönes Haus, Wolken in den Fenstern….“ Wir fragen, was die Leute denn machen? „Sie lesen, unterhalten sich, manche zu zweit, manche in Gruppen….“ Zwei von ihnen seien in Gedanken versunken. Die Kinder vergleichen die Kleidung, finden die Gewänder „schön“. Wir erzählen, dass einige Philosophen noch heute bekannt sind und eine Frau auf dem Bild die erste Philosophin ist. Dann fragen wir, wer denn wohl die wichtigsten Gäste der Versammlung auf dem Bild sind? Alle sind sich einig, dass es die beiden Männer in der Mitte sind. Wir stellen sie vor: „Platon und Aristoteles, zwei der berühmtesten Philosophen der Antike.“

Wir erzählen von Platons Gastmahl (ca. 380 vor unserer Zeit), bei dem sich die Freunde des Dichters Agathon trafen, um sich z. B. über die Liebe zu unterhalten. Als Beispiel dafür, warum sich die Menschen lieben, folgt Aristophanes‘ Geschichte vom Kugelmenschen, die den Kindern sichtlich gefällt. Wir fragen, wen sie denn lieb haben? Sie zählen ihre Eltern, Geschwister, Verwandten, Freunde und Haustiere auf. „Wenn ich früher ein Kugelmensch war“, ruft ein Mädchen euphorisch, „dann hatte ich hundert Arme und Beine, so viele Menschen hab ich lieb!“ Wir fragen, wie sich denn Liebe anfühlt: „prima, schön, glücklich …“, antworten sie. Hat Liebe eine Farbe? Die Kinder nennen unterschiedliche Farben von Rot über Orange zu Rosa und Blau. Ein Junge ist nicht zu bremsen: „Rot, Gelb, Blau, Grün….“

In unsere Phil, Sophie und Co-Bücher malen und schreiben wir etwas zum Thema ‚Liebe‘. Wer noch nicht schreiben kann, dem helfen wir. Ein Bild zeigt zwei Freundinnen in einer Landschaft mit Herzchen, Blumen und Schmetterlingen. Ein anderes die Eltern, die – „nur zum Spaß!!!!! (hihi)“ – von einem Monster verschluckt werden.

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